Speckkäfer

Kennzeichen und Allgemeines

Der Gemeine Speckkäfer ist circa 7 bis 9,5mm lang. Er ist braunschwarz gefärbt. Der obere Teil der Flügeldecken zeigt auf jeder Seite eine gelbbraune, behaarte Querbinde mit drei schwarzen Punkten.

Die Larven des Gemeinen Speckkäfers erreichen eine Länge von bis zu 13mm. Sie verschmälern sich von vorn nach hinten und sind an der Oberseite mit Haaren und Borsten versehen.

Der Gemeine Speckkäfer gehört zur Gruppe der Sekundärschädlinge, die 
im Umfeld von verwilderten 
Haustauben auftreten.

Er ist nicht kälteempfindlich und ein guter Flieger.

In der freien Natur erfüllt der Gemeine Speckkäfer eine wichtige Funktion, da er als Aasfresser bei der Beseitigung der Kadaver von Wildtieren mitwirkt. Gemeine Speckkäfer werden aus diesem Grund auch häufig in Labors zum Skelettieren von Gerippen eingesetzt.

Fortpflanzung

Die Entwicklung des Gemeinen Speckkäfers erfolgt bei Zimmertemperatur extrem schnell, was dazuführt, dass der Gemeine Speckkäfer im menschlichen Lebensraum bis zu 6 Generationen in einem Jahr erreicht. Im Freien hingegen kommt es nur zu einer Generation. Ein Weibchen legt 100 bis 200 Eier ab.

Die Larven des Gemeinen Speckkäfers sind mit giftigen Haaren besetzt. Sie bohren sich zur Verpuppung auch in hartes Material wie Holz.

Befall

Der Gemeine Speckkäfer ernährt sich im menschlichen Umfeld von Speck, Fleisch, Fleischwaren, Käse, Trockenfisch, Rohhäuten, Wolle, Wollstoffen, Pelzen, Zigarren und Flaschenkorken. Er frisst allerdings auch Taubenküken oder Hühnerküken an.

Er tritt vor allem in Haushalten und Lagerräumen auf.

Wie unter Fortpflanzung erwähnt, bringt es der Gemeine Speckkäfer bei Zimmertemperatur auf bis zu 6 Generationen jährlich, weshalb es häufig zu einem Massenbefall kommt.

Schadwirkung

Textilien und Wollwaren werden vom Gemeinen Speckkäfer angefressen und zerstört (rundliche Löcher). Von Pelzen werden die Haarspitzen abgenagt. Befallene Lebensmittel verderben. Gefahren für die Gesundheit des Menschen gehen vom Gemeinen Speckkäfer allgemein nicht aus. Seine Larven bzw. deren giftige Haare können jedoch Allergien auslösen. Zudem kann ein Massenbefall Ekelgefühle und Beunruhigung hervorrufen.